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Kommunen wollen Leerstand verringern
04.02.2016 15:46

Drei weitere Kommunen aus der Altmark wollen mit einem vom Land Sachsen-Anhalt geförderten Projekt den Leerstand von Immobilien verringern. „Wir erstellen einen weiteren Katalog für drei Gemeinden, in dem verlassene Gebäude und Flächen aufgelistet werden“, sagte der Geschäftsführer der IGZ BIC Altmark GmbH, Thomas Barniske, am Donnerstag (4. Februar). Das Innovationszentrum in Stendal war mit der Projektumsetzung beauftragt worden. Im Landkreis Stendal folgen die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte und die Verbandsgemeinde Seehausen damit der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck, der Hansestadt Osterburg sowie der Stadt Bismark. Aus dem Altmarkkreis Salzwedel ist die Einheitsgemeinde Stadt Kalbe (Milde) mit dabei.

Drei altmärkische Kommunen hatten unter der Federführung der Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck bereits 2014 damit begonnen, mithilfe des sogenannten Bachflächen- und Leerstandsmanagements verlassene Immobilien wieder für eine Nutzung zu gewinnen. Das Projekt wird über das Land Sachsen-Anhalt gefördert. Tangerhütte, Seehausen und Kalbe steigen nun in die Thematik ein und begreifen damit den demografischen Wandel als Chance. „In anderen Regionen ist der ‚Luxus der Leere‘ angesagt und gilt als Standortvorteil“, sagte der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte, Andreas Brohm (37/parteilos). Genau da wolle man in der Altmark auch hinkommen. Leerstand sei weder schön, noch ziehe er etwa junge Familien in die Region.

Trotz weniger werdender Bevölkerung sollten die Ortskerne erhalten werden und die Ortschaften lebenswert bleiben. Dazu wird nach und nach erst der Leerstand erfasst und analysiert. In weiteren Schritten geht es darum, Immobilien zum Beispiel zu vermarkten oder sie mithilfe von Projekten wieder zu beleben. „Wir schaffen damit auch die Grundlagen, unsere Region unter anderem für Rückkehrer interessant zu machen“, sagte Bürgermeister Brohm abschließend.

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