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Ja
Müssen uns von Liebgewonnenem trennen
16.01.2015 14:24

Der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte, Andreas Brohm (36, parteilos), hat bei seiner Rede zum Neujahrsempfang die zukünftigen Ziele der Kommune skizziert. „Wir müssen neue Antworten darauf finden, warum es sich lohnt, bei uns zu investieren, zu leben und zu arbeiten“, sagte Brohm am Freitag (16.1.). „Wir müssen beweisen, dass wir genauso nachhaltig und effizient eine Infrastruktur vorhalten können wie die großen Ballungsgebiete.“ All das verlange Mut, eine große Vorstellungskraft, Ideen und Vertrauen zwischen uns sowie eine Kultur des Miteinanders.

„Ich möchte ehrlich zu Ihnen sein“, sagte der Bürgermeister. Das verlange er von allen Beteiligten. Denn es werde aufgrund der finanziellen Lage nicht umgänglich sein, sich in Zukunft von Liebgewonnenem trennen zu müssen. Schuld seien nicht Stadtrat oder Verwaltung, sondern die Sparbemühungen des Bundes und des Landes, die auf die Kommunen negativ wirken. Brohm möchte in diesem Prozess der Umstrukturierung alle Einwohner der Gemeinde mitnehmen, sei es mit ihren Ideen, ihren Mut Dinge auszusprechen oder mit ihrem eigenen bürgerschaftlichem Engagement. „Mir geht es darum, Kräfte zu bündeln und innovative nachhaltige Projekte anzuschieben, die auf die Lebensbedingungen im ländlichen Raum in den kommenden Jahrzehnten zugeschnitten sind.“

Zum Neujahrsempfang hatte Andreas Brohm etwa 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ins Tangerhütter Rathaus eingeladen. Ihr Kommen zugesagt hatten zahlreiche Vertreter von Vereinen, Feuerwehren, des Stadtrates sowie Kulturschaffende, Handwerker, der Landrat, der Sparkassenvorstand und Mitarbeiter der Tangerhütter Lebenshilfe. Der Empfang wurde musikalisch umrahmt.

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