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Mit Kultur den demografischen Wandel stoppen
08.07.2015 10:32

Dem demografischen Wandel in ländlichen Gebieten muss mit sogenannten weichen Faktoren begegnet werden. „Wir können etwa mit Kultur die Lebensbedingungen auf dem Land verbessern und somit den Bevölkerungsschwund stoppen“ sagte der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Stand Tangerhütte (Sachsen-Anhalt), Andreas Brohm (parteilos/36). Kultur sei ein Mittel, um für dünn besiedelte Regionen zu werben. Er reagierte damit auf die am Mittwoch (8.7.15) veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung zum demografischen Wandel. Demnach dünne sich die Bevölkerung im ländlichen Raum bis 2030 weiter aus. Die Altmark in Sachsen-Anhalt, in der sich die Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte befindet, sei besonders stark betroffen.

Der ländliche Raum muss für Menschen attraktiv gemacht werden. „Neben der Infrastruktur wie etwa Straßen, Bildungseinrichtungen oder Ärzten sowie Arbeitsplätzen kommt es in Zukunft vor allem auf die Faktoren wie Kultur und Natur an“, sagte Brohm weiter. Nur wenn sich Menschen wohlfühlen, ziehen sie auch in Regionen wie die Altmark. Studien hätten ergeben, dass diese weichen Faktoren bei der Wahl des Wohnortes immer wichtiger werden. „Und die Altmark hat jede Menge Kultur und Natur zu bieten.“ Brohm will sich dafür einsetzen, dass die Angebote auf diesem Gebiet mehr werden und die bereits vorhandenen mehr Bekanntheit erlangen. „Ich blicke optimistisch in die Zukunft, wir brauchen uns nicht zu verstecken“, sagte Brohm abschließend.

Die Studie finden Sie hier

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